Corona, die Zeit und Sie

Das ein solcher Virus auf der ganzen Welt unsere extrem schnelllebige Welt so zu einer Vollbremsung zwingen kann. Erstaunlich! Endlich kann sich die Natur wieder etwas erholen und der Mensch ist zur Entschleunigung gezwungen. Wie ungefragte Ferien, wären da nicht die Folgen einer solchen Virus Pandemie.

Denn die Kehrseite ist ernüchternd. Selbst im wohlhabenden Deutschland sind allerorts die Nöte groß. Wir haben viele Menschen verloren und da uns der Virus noch eine ganze Weile begleiten wird, werden ihnen noch viele nachfolgen.

Wirtschaftlich trifft es ebenso extrem viele Menschen direkt. Arbeitnehmer die mit dem KUG nicht ausreichend abgedeckt sind, Kleinunternehmen die ihrer Bank den letzten Euro aus der Tasche leiern möchten um noch einen weiteren Monat zu überleben. Und die Kosten der Pandemie und deren Auswirkungen werden uns noch länger als die Pandemie selbst begleiten.

In dieser Zeit überlege ich mit meinem Team wie wir uns dieser neuen Welt stellen können. Wie und wann wir wieder öffnen. Keinen einzigen Mitarbeiter möchte ich entlassen aufgrund dieser Krise. Ein hoch gestecktes Ziel und dennoch glaube ich das es gemeinsam machbar ist. Besonders wenn wir Sie, lieber Gast wissen lassen was diese Krise mit einem gastronomischen Betrieb macht. Was passiert wenn von einem Tag auf den anderen der Betrieb schließen muss um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Was passiert mit der Lagerhaltung? Betriebe wie wir die mit frischen Produkten arbeiten, können diese größtenteils nur weggeben. Allerdings hält sich dankenswerter Weise der Wein in seinen Flaschen.

Was geschieht mit unseren Fixkosten? Verbindlichkeiten, Pacht und Abgaben laufen alle weiter und kommen wenn gestundet spätestens im Herbst mit doppelter Wucht zurück, denn die Krise wird noch da sein. Lohnkosten werden über das Kurzarbeitergeld abgedeckt. Was für die Gastronomie die einzige Chance ist, so etwas überhaupt zu überleben. Doch reicht es dem Mitarbeiter auch nur, wenn er Rücklagen hat auf die er zurückgreifen kann. Es brennt auf allen Ebenen.

Nun kommen sie, die heiß ersehnten Lockerungen. In einer Zeit in der noch so vieles unklar und unabwägbar ist, in der die benötigten Sicherheitsvorkehrungen uns hohe Investitionen abverlangen. Obendrein müssen über 50% der Sitzplätze leer bleiben.

Wie also kann ein gastronomisches Unternehmen und seine Mitarbeiter überleben sowie um jeden Arbeitsplatz kämpfen?

Indem wir auf unserer Seite einen langen Atem mit Hoffnung und Mut verbinden ist der erste entscheidende Schritt. Wir werden vieles anpassen an die jeweils aktuellen Gegebenheiten und das Infektionsgeschehen. Uns somit Woche für Woche neu erfinden dürfen. Es wird sicherlich schwer und doch ist es machbar.

Machbar, wenn Sie, lieber Gast uns ebenso unterstützen. Besuchen Sie Ihre Lieblingsrestaurants regelmäßig, nehmen sie Take Away Angebote wahr. Bei uns in den Winzerstuben nennt sich das dann „Take A-Wy“. Welch schönes Wortspiel in dieser unschön wirkenden Zeit.

Mit jedem Besuch unterstützen sie den Fortbestand der Winzerstuben, sie sichern Arbeitsplätze und fördern damit auch den Aufschwung der am Boden liegenden Wirtschaft.

Ab dem 21. Mai sind wir zu neuen Öffnungszeiten mit neuer Karte unter höchsten Hygienemaßnahmen wieder für Sie da!

Vielen Dank und mit zuversichtlichen Grüßen freuen wir uns auf Sie

Ihre Markgräfler Winzerstuben und das gesamte Team


Credits für das Bild gehen mit Dank an Couleur


1 Reply to "Corona, die Zeit und Sie"

  • Stefanie Stühmer
    1. June 2020 (9:43)
    Reply

    Vielen Dank! Vielen Dank dafür, dass Ihr wieder für uns da seid. Danke dafür, dass wir wieder ein wenig Freiheit und Normalität erleben dürfen. Vielen Dank, dass ihr den langen Atem hattet, um diese schwere Zeit durchzuhalten und zu überstehen. Wir kommen gerne, so oft es die Leber erlaubt 😊


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